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What is whistleblowing?

Whistleblowing bedeutet, Fehlverhalten, Missstände oder illegale Handlungen innerhalb einer Organisation zu melden. Dieser Leitfaden erklärt, was Whistleblowing bedeutet, zeigt bekannte Beispiele, erläutert den Meldeweg und den Schutz von Hinweisgebenden und zeigt, wie Whistleblowing-Tools Ihrem Unternehmen nutzen.

Lamia Mela
August 12, 2024
5 min. Lesezeit

Whistleblowing hilft Organisationen, integer und verantwortungsvoll zu handeln. Wenn Mitarbeitende unethisches oder illegales Verhalten anonym melden können, wirkt das vorbeugend auf künftiges Fehlverhalten und stärkt eine Kultur, in der Mitarbeitende sich trauen, ethisch zu handeln.

Was ist ein Whistleblower?

Ein Whistleblower ist eine Person, die illegale, unethische oder schädliche Handlungen innerhalb einer Organisation meldet. Das können Mitarbeitende, externe Dienstleister oder andere Personen mit Insiderwissen sein. Sie decken Betrug, Korruption, Sicherheitsverstöße und anderes Fehlverhalten auf, das sonst oft unentdeckt bliebe.

Was bedeutet Whistleblowing?

Whistleblowing bedeutet, Handlungen innerhalb einer Organisation zu melden, die als illegal, unmoralisch oder dem öffentlichen Interesse zuwiderlaufend gelten. Meldungen können an die interne Führungsebene, an Aufsichtsbehörden oder an die Öffentlichkeit gehen.

  • Internes Whistleblowing: Fehlverhalten wird innerhalb der Organisation selbst gemeldet.
  • Externes Whistleblowing: Die Meldung geht an externe Stellen wie Aufsichtsbehörden, Strafverfolgungsbehörden oder Medien.

Mehr zu bekannten Whistleblowern und ihrer Wirkung lesen Sie im nächsten Abschnitt.

Beispiele für Whistleblowing

Bekannte Beispiele für Whistleblowing:

  • Edward Snowden: Deckte die Massenüberwachungsprogramme der NSA auf und löste damit eine weltweite Debatte über Privatsphäre und Sicherheit aus.
  • Sherron Watkins: Deckte Bilanzbetrug bei Enron auf, einen der größten Unternehmensskandale der Geschichte.
  • Erin Brockovich: Deckte Umweltverstöße von Pacific Gas and Electric Company auf und löste damit ein wegweisendes Gerichtsverfahren aus.

Wie meldet man Whistleblowing?

Eine Meldung durchläuft in der Regel folgende Schritte:

  1. Beweise dokumentieren: Sammeln Sie alle relevanten Informationen und Unterlagen, die Ihre Angaben stützen.
  2. Den passenden Kanal wählen: Entscheiden Sie, ob Sie intern oder extern melden.
  3. Die Meldung einreichen: Nutzen Sie das dafür vorgesehene Meldesystem, nach Möglichkeit anonym.
  4. Nachverfolgen: Behalten Sie den Stand Ihrer Meldung im Blick und fragen Sie bei Bedarf nach.

Eine ausführlichere Anleitung finden Sie in unserem Leitfaden zur Erstellung einer Whistleblowing-Richtlinie.

Schutz für Hinweisgebende

Schutzmaßnahmen für Hinweisgebende sorgen dafür, dass Menschen sich trauen, Fehlverhalten zu melden, ohne Repressalien befürchten zu müssen. In der EU verpflichtet die Whistleblowing-Richtlinie Organisationen mit 50 oder mehr Mitarbeitenden dazu, sichere und vertrauliche Meldekanäle einzurichten.

Typische Schutzmaßnahmen:

  • Anonymität: Die Identität der hinweisgebenden Person bleibt vertraulich.
  • Rechtlicher Schutz: Gesetze, die Arbeitgeber daran hindern, Hinweisgebende zu benachteiligen.
  • Unterstützungsangebote: Zugang zu Rechtsberatung und Begleitung für alle, die sich melden.

Mehr zu Schutzmechanismen für Hinweisgebende erfahren Sie in unserem entsprechenden Leitfaden.

Vorteile von Whistleblowing für Organisationen

Whistleblowing bringt Organisationen mehrere Vorteile:

  • Frühzeitige Erkennung von Problemen: Schwierigkeiten werden erkannt, bevor sie eskalieren.
  • Bessere Compliance: Gesetzliche und regulatorische Vorgaben werden eingehalten.
  • Besserer Ruf: Wer sich klar für ethisches Handeln einsetzt, stärkt das Vertrauen der Öffentlichkeit.
  • Weniger finanzielle Verluste: Wer Betrug und Fehlverhalten frühzeitig verhindert, spart bares Geld.

Mehr dazu, wie Whistleblowing Ihrem Unternehmen nützt, erfahren Sie in unserem Leitfaden zum Aufbau einer Speak-up-Kultur.

Whistleblowing am Arbeitsplatz

Damit Whistleblowing am Arbeitsplatz funktioniert, braucht es eine Kultur, in der sich Mitarbeitende trauen, Fehlverhalten zu melden:

  • Klare Richtlinien: Eine Whistleblowing-Richtlinie, die alle relevanten Punkte abdeckt und klar kommuniziert wird.
  • Schulungen: Mitarbeitende lernen, wann und wie sie Meldekanäle nutzen.
  • Sichere Meldesysteme: vertrauliche, nutzerfreundliche Tools für Meldungen.

Bewährte Vorgehensweisen für Whistleblowing-Richtlinien und die Wahl der passenden Meldekanäle finden Sie in unseren weiteren Leitfäden.

Gesetze und Vorschriften zum Whistleblowing

Die wichtigsten Regelwerke:

  • EU-Whistleblowing-Richtlinie: Schreibt Schutzmaßnahmen für Hinweisgebende in allen EU-Mitgliedstaaten vor.
  • Sarbanes-Oxley Act (SOX): Schützt Mitarbeitende börsennotierter US-Unternehmen, die Bilanzbetrug melden.
  • Public Interest Disclosure Act (PIDA): Britisches Gesetz, das Arbeitnehmende schützt, die Informationen im öffentlichen Interesse offenlegen.

Bleiben Sie über aktuelle Gesetze und Vorschriften zum Whistleblowing informiert.

Anonymes Whistleblowing

Anonymes Whistleblowing ermöglicht es, Fehlverhalten zu melden, ohne die eigene Identität preiszugeben. Das schützt Hinweisgebende besonders dort, wo Repressalien ein reales Risiko sind.

Learn about best practices for anonymous reporting software.

Whistleblowing und Unternehmenskultur

Eine gelebte Whistleblowing-Kultur gehört zu jeder ethisch handelnden Organisation. Wenn Mitarbeitende sich trauen, sich zu äußern, lässt sich Fehlverhalten eher verhindern und Transparenz eher fördern.

Explore strategies for building a speak up culture in your organisation.

Häufige Fragen zu Whistleblowing

Was bedeutet „to blow the whistle“?

„To blow the whistle“ bedeutet, Fehlverhalten, Missstände oder illegale Handlungen innerhalb einer Organisation oder durch eine Einzelperson aufzudecken und zu melden. Meist handelt es sich um eine Person mit Insiderwissen, die Informationen an Behörden, Aufsichtsstellen oder die Öffentlichkeit weitergibt.

Welche Vor- und Nachteile hat Whistleblowing?

Vorteile:

  • Fördert Transparenz und Verantwortlichkeit.
  • Hilft, Betrug, Korruption und Fehlverhalten zu verhindern und aufzudecken.
  • Kann zu wichtigen Reformen und Verbesserungen in Organisationen und ganzen Branchen führen.
  • Schützt das öffentliche Interesse und die Sicherheit.

Nachteile:

  • Hinweisgebende riskieren Repressalien, etwa Jobverlust, rechtliche Konsequenzen oder soziale Ausgrenzung.
  • Der Prozess kann emotional und finanziell belastend sein.
  • Das Verfahren kann lange dauern und komplex sein.
  • Nicht jede Meldung führt zu einem guten Ergebnis: Manche Vorwürfe erweisen sich als unbegründet oder werden missverstanden.

Was unterscheidet Whistleblowing von einer normalen Meldung?

Whistleblowing ist immer eine Meldung, aber nicht jede Meldung ist Whistleblowing. Whistleblowing meint konkret die Offenlegung illegaler, unethischer oder schädlicher Handlungen, meist durch eine Person mit Insiderwissen.

Was macht ein Whistleblower?

Ein Whistleblower deckt Informationen über Fehlverhalten auf, sei es innerhalb einer Organisation oder durch eine Einzelperson. Das kann eine interne Meldung an die Führungsebene sein, eine externe an Aufsichtsbehörden oder eine öffentliche über die Medien.

SpeakUp Call to Action (DE)

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