Die Geschichte von SpeakUp
Von einer kleinen Amsterdamer Beratung im Jahr 2004 zur Compliance-Plattform, der über 600 Organisationen vertrauen: die Geschichte von SpeakUp, und warum es uns gibt.

SpeakUp begann 2004 als Beratungsunternehmen in Amsterdam. Heute nutzen über 600 Organisationen in mehr als 30 Ländern unsere Plattform, um ihren Mitarbeitenden einen sicheren Weg zu geben, Missstände anzusprechen. Dazwischen liegt eine einfache Überzeugung: Wenn Menschen ohne Angst sprechen können, bekommen Organisationen die Chance, Dinge in Ordnung zu bringen. So fing alles an.
2004: Wie SpeakUp begann
Vor SpeakUp gab es People Intouch. Unser Gründer Rolf Thung wollte verstehen, warum Mitarbeitende über Fehlverhalten schweigen. Dafür stellte er ein ungewöhnliches Team zusammen: Kulturanthropologen, Juristen, Ökonomen und Kriminologen.
Sie alle beschäftigte dasselbe Dilemma der Hinweisgebenden: Warum zögern Menschen, etwas zu sagen? Was verändert sich, wenn sie es tun? Und was gewinnen die Gesellschaft, Organisationen und die Hinweisgebenden selbst, wenn Fehlverhalten gemeldet wird?
Das Ergebnis war eindeutig: Wenn Mitarbeitende ohne Angst vor Vergeltung melden können, erfährt die Organisation von Problemen, solange noch Zeit zum Handeln bleibt, bevor aus einer Kleinigkeit eine öffentliche Krise wird.
Schon lange bevor der Gesetzgeber nachzog, entwickelten wir Werkzeuge für den offenen, anonymen Dialog, darunter unsere Whistleblowing-Software. Dieser Vorsprung prägte alles, was danach kam.
2021: Melden wird Pflicht
In unserem ersten Jahrzehnt war es eine freiwillige Entscheidung der Unternehmen, Meldungen zu fördern, keine Pflicht. Die EU-Whistleblower-Richtlinie änderte das. Bis Ende 2021 mussten Unternehmen in ganz Europa ihren Mitarbeitenden einen sicheren, vertraulichen Meldeweg bieten und sie schützen, wenn sie ihn nutzen.
Die Frage, mit der wir uns seit Jahren beschäftigten, lag nun auf dem Schreibtisch jedes Compliance-Teams. Unseren Vorsprung nutzten wir, um Organisationen zu helfen, die Vorgaben zu erfüllen, ohne dass Meldungen zur bloßen Formsache wurden.
2023: Ein frischer Markenauftritt
Bis 2023 hatten die neuen Regeln den Markt verändert, und Compliance-Teams standen unter Druck, mehr zu sein als das bloße Abhaken von Pflichten. Also wurde aus People Intouch SpeakUp, mit einer klareren Mission: Organisationen dabei zu helfen, von einer reinen Compliance-Kultur zu einer Speak-up-Kultur zu finden, in der die Stimmen im Unternehmen tatsächlich gehört werden.
Compliance bleibt selbstverständlich wichtig. Aber den Buchstaben des Gesetzes zu erfüllen und eine Kultur aufzubauen, in der Menschen genug Vertrauen haben, um zu melden, sind zwei verschiedene Aufgaben, und Sie brauchen beide. Nach über 20 Jahren wissen wir: Beides gelingt zusammen. Eine Belegschaft, die ihre Stimme erhebt, gibt Ihnen die Frühwarnung, die Sie brauchen, um zu handeln, bevor aus einem Risiko ein Schaden wird.
2024: Ein neues Kapitel
Im September 2024 übernahm Tim Morss die Position des CEO und eröffnete das nächste Kapitel von SpeakUp: schnelleres Wachstum und ein klarer Vorstoß in den US-Markt. Das deutlichste Zeichen dieser Ambition kam im Sommer darauf.
2025: Vom Meldekanal zur integrierten Suite
Ein Whistleblowing-Kanal beantwortet eine Frage: Wie melden Menschen einen Verdacht? Compliance-Teams stellten uns größere Fragen. Wie gehen wir mit Interessenkonflikten, Geschenken und all den Offenlegungen um, die nie bei einer Hotline ankommen? Und was ist mit denen, die lieber anrufen als tippen?
Im Juli 2025 beantworteten wir beide. SpeakUp Paths erweiterte die Plattform über die Meldung von Fehlverhalten hinaus um das Management von Offenlegungen und Freigaben, sodass Compliance-Teams Interessenkonflikte, Geschenke und Sponsorings an einem Ort erfassen und verfolgen können. Zugleich nahm sich unser AI Voice Agent das älteste Problem im Meldewesen vor: die Telefon-Hotline. Statt in der Warteschleife auf einen Dolmetscher zu warten, führt die anrufende Person ein sofortiges, geführtes Gespräch, aus dem ein strukturierter Bericht entsteht, ganz ohne Dritte dazwischen.
Unter beidem liegt Sienna AI, unsere KI-Ebene, die Teams hilft, das Wesentliche über die gesamte Suite hinweg zu erfassen, zu verarbeiten und sichtbar zu machen. Das Ergebnis ist genau das, wonach Compliance-Teams gefragt hatten: ein System, von der Meldung bis zur Erkenntnis.
Ausblick: Wohin SpeakUp geht
Unser Ziel ist einfach: eine Welt, in der Menschen ihre Stimme erheben. Eine Welt, in der Mitarbeitende sich sicher genug fühlen, um sich zu melden, und in der Organisationen weniger Brände löschen müssen, weil sie den Rauch früh bemerkt haben.
Wir stehen auf beiden Seiten dieses Gesprächs: Wir schützen die Person, die meldet, und die Organisation, an die gemeldet wird. Keine von beiden sollte für Ehrlichkeit bezahlen. Das Schwierige ist, das auch wirklich zum Funktionieren zu bringen. So machen wir es.
Melden, das Ihre Mitarbeitenden wirklich nutzen
Ihre Mitarbeitenden können einen Verdacht melden, ohne ihre Identität preiszugeben. Die Angst vor Vergeltung ist damit kein Grund mehr zu schweigen. Und weil die Plattform über 100 Sprachen unterstützt, kann jemand in São Paulo oder Stuttgart in den eigenen Worten melden, ohne dass etwas in der Übersetzung verloren geht.
Für Menschen gemacht, nicht für Formulare
Viele Meldetools begraben verunsicherte Mitarbeitende unter Formularen und Juristendeutsch. Wir gehen den umgekehrten Weg. Eine einzige Nachricht in einfachen Worten genügt, und von dort öffnet sich ein anonymer Dialog in beide Richtungen. Im Hintergrund wird aus diesem Gespräch der strukturierte, rechtskonforme Fall, den Ihre Ermittler brauchen, ohne dass die meldende Person je daran denken muss.
Eine Meldung ist ein Signal. Ein Muster ist eine Warnung.
Eine einzelne Meldung kann ein Einzelfall sein. Ein Dutzend Meldungen in dieselbe Richtung sollten Sie früh erkennen. SpeakUp gibt Compliance- und Rechtsteams einen klaren Blick über die gesamte Organisation hinweg, einschließlich der Partner in der Lieferkette, sodass Muster sichtbar werden, bevor sie zu Schlagzeilen werden.
Genau darum geht es. Wenn das Melden leichtfällt, gewinnen alle: die Person, die den Hinweis gegeben hat, das Team, das das Problem gelöst hat, und die Organisation, die nie aus den falschen Gründen in die Schlagzeilen geraten ist. Es ist eine Welt, die wir mitgestalten möchten, eine Meldung nach der anderen.
