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Whistleblowing policy in the UK: A step-by-step guide

Dieser Artikel bietet eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Erstellung einer effektiven Whistleblowing-Richtlinie – von der Definition des Begriffs Whistleblowing über die Darstellung der Meldekanäle bis hin zur Gewährleistung von Vertraulichkeit und Schutz vor Repressalien.

September 11, 2024
5 min. Lesezeit

Der Schutz von Whistleblowern im Vereinigten Königreich ist durch den Public Interest Disclosure Act 1998 (PIDA) geregelt. Diese Gesetzgebung stellt sicher, dass Mitarbeiter, die Fehlverhalten melden, dies ohne Angst vor Vergeltungsmaßnahmen tun können. Mit der kürzlichen Einführung des Worker Protection Act müssen Arbeitgeber neue Verantwortlichkeiten beachten. Dieses Gesetz, das im Oktober 2024 in Kraft getreten ist, verpflichtet Unternehmen, „angemessene Schritte" zu unternehmen, um Belästigung am Arbeitsplatz zu verhindern. Der Worker Protection Act unterstreicht die Notwendigkeit für britische Organisationen, eine robuste Whistleblowing-Richtlinie zu implementieren.

Der Worker Protection Act und sein Bezug zu Whistleblowing-Richtlinien

Eine fundierte Whistleblowing-Richtlinie ist mehr als nur eine reine Alibi-Übung – sie ist das Fundament einer transparenten, gesunden Arbeitsplatzkultur. Seit Oktober 2024 müssen Richtlinien unter dem neuen Worker Protection Act auch Belästigungen abdecken, um sicherzustellen, dass Mitarbeiter Vorfälle wie Diskriminierung oder sexuelle Belästigung vertrauensvoll melden können. Arbeitgebern, die keine proaktiven Schritte unternehmen, drohen erhöhte Geldstrafen, einschließlich höherer Entschädigungszahlungen vor Arbeitsgerichten.

Bei der Integration von PIDA und dem Worker Protection Act sollte eine Whistleblowing-Richtlinie klar darlegen, wie Mitarbeiter Bedenken äußern können, sie vor Repressalien schützen und sicherstellen, dass Beschwerden umgehend und vertraulich behandelt werden. Regelmäßige Schulungen und Kommunikation über diese Richtlinie sind unerlässlich, um ein offenes und verantwortungsbewusstes Umfeld zu fördern. Um Ihre Bemühungen zur Einhaltung britischen Rechts und zur Förderung eines transparenten Arbeitsplatzes zu unterstützen, haben wir die wichtigsten Schritte zur Erstellung einer starken und effektiven Whistleblowing-Richtlinie zusammengestellt.

Leitfaden für eine Whistleblowing-Richtlinie im Vereinigten Königreich

1. Whistleblowing und seine Bedeutung verstehen

Whistleblowing bezieht sich auf das Melden von Fehlverhalten, wie z. B. kriminelle Aktivitäten, Verstöße gegen den Arbeits- und Gesundheitsschutz, Umweltschäden oder die Verletzung gesetzlicher Verpflichtungen. Eine Whistleblowing-Richtlinie stellt sicher, dass Mitarbeiter Bedenken vertraulich und ohne Angst vor Vergeltung äußern können. Der Public Interest Disclosure Act 1998 (PIDA) schützt Whistleblower vor unrechtmäßiger Kündigung oder benachteiligender Behandlung, sofern die Meldung in gutem Glauben erfolgt und der Mitarbeiter vernünftigerweise davon ausgeht, dass die Informationen wahr sind.

Warum ist das entscheidend? Eine Whistleblowing-Richtlinie ist nicht nur eine gesetzliche Anforderung – sie ist die Basis für Vertrauen und zeigt den Mitarbeitern, dass ihre Sicherheit und die Integrität der Organisation Priorität haben.

2. Whistleblowing definieren und Beispiele nennen

Beginnen Sie Ihre Richtlinie mit einer klaren Definition von Whistleblowing. Erläutern Sie, was gesetzlich als Whistleblowing gilt, und grenzen Sie es von persönlichen Beschwerden (Grievances) ab. Nennen Sie Beispiele wie:

  • Betrug oder finanzielle Misswirtschaft
  • Verstöße gegen den Arbeits- und Gesundheitsschutz
  • Verletzung gesetzlicher Pflichten
  • Umweltschäden

Diese Beispiele verdeutlichen den Umfang dessen, was Mitarbeiter melden können, und stellen sicher, dass sie verstehen, dass ihre Bedenken legitim sind.

3. Berichtskanäle klären

Ihre Whistleblowing-Richtlinie muss detailliert beschreiben, wie Mitarbeiter Bedenken melden können. Bieten Sie mehrere Kanäle an, um die Zugänglichkeit zu gewährleisten, wie z. B.:

Stellen Sie sicher, dass Ihr Meldeprozess unkompliziert ist, und ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter, sich zu äußern. Heben Sie hervor, dass Meldungen zunächst intern erfolgen können, sie sich aber bei Bedarf auch an zuständige externe Stellen wenden können.

4. Vertraulichkeit und Anonymität gewährleisten

Mitarbeiter melden Bedenken eher, wenn sie wissen, dass ihre Identität geschützt wird. Betonen Sie Ihre Verpflichtung zur Wahrung der Vertraulichkeit während des gesamten Prozesses. In manchen Fällen möchten Mitarbeiter anonym bleiben. Machen Sie deutlich, dass Anonymität zwar respektiert wird, dies jedoch das Feedback oder die Untersuchungsergebnisse einschränken kann. Ihr Whistleblowing-System, wie z. B. SpeakUp, sollte anonyme Meldungen ermöglichen, um die Identität der Mitarbeiter zu schützen.

5. Den Untersuchungsprozess erläutern

Ihre Whistleblowing-Richtlinie sollte eine klare Erklärung enthalten, wie das Unternehmen Meldungen untersuchen wird. Skizzieren Sie die Schritte, wie zum Beispiel:

  • Bestätigung des Eingangs der Meldung innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens (z. B. 48 Stunden)
  • Durchführung einer gründlichen Untersuchung durch ein benanntes Team
  • Regelmäßige Updates über den Fortschritt der Untersuchung
  • Abschluss mit Feedback an den Whistleblower (unter Wahrung der Vertraulichkeit)

Diese Struktur gibt den Mitarbeitern die Gewissheit, dass ihre Bedenken ernst genommen werden.

6. Schutz vor Vergeltungsmaßnahmen hervorheben

Eines der Kernelemente von PIDA ist der Schutz von Whistleblowern vor Repressalien. In Ihrer Richtlinie sollte ausdrücklich stehen, dass Mitarbeiter, die Bedenken melden, keinerlei benachteiligende Behandlung erfahren. Dies schließt den Schutz vor Folgendem ein:

  • Unrechtmäßige Kündigung
  • Degradierung oder Verlust von Privilegien
  • Belästigung oder Schikane

Wenn ein Mitarbeiter glaubt, nach einer Meldung unfair behandelt worden zu sein, kann er gemäß PIDA Klage vor einem Arbeitsgericht einreichen.

7. Klare Erwartungen bei bösartigen Meldungen festlegen

Während Whistleblowing gefördert werden soll, ist es ebenso wichtig, bösartige oder mutwillige Meldungen zu verhindern. Erklären Sie, dass vorsätzliche Falschmeldungen oder Meldungen in böswilliger Absicht zu Disziplinarmaßnahmen führen können. Dies stellt sicher, dass die Richtlinie verantwortungsbewusst genutzt wird und gleichzeitig eine faire und transparente Kultur gewahrt bleibt.

8. Abschnitt über externe Berichterstattung (Zuständige Stellen)

In Fällen, in denen sich Mitarbeiter nicht wohl dabei fühlen, intern zu berichten, sollten sie die Möglichkeit haben, zuständige Personen oder Stellen (Prescribed Persons) zu kontaktieren, wie die Health and Safety Executive (HSE) oder die Financial Conduct Authority (FCA). Listen Sie diese Stellen in Ihrer Richtlinie auf und erklären Sie, dass Whistleblower auch bei Meldungen an eine zuständige externe Stelle den Schutz von PIDA genießen.

9. Anleitung zur Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften

Erläutern Sie, wie Ihre Richtlinie mit den britischen Vorschriften übereinstimmt. Jedes Land hat seine eigenen Gesetze zum Whistleblowing. Für international tätige Unternehmen sollten Sie Ihre Richtlinie so anpassen, dass sie den lokalen Gesetzen an den jeweiligen Standorten entspricht. Im Vereinigten Königreich bildet PIDA den rechtlichen Rahmen, aber internationale Niederlassungen können abweichende Anforderungen haben.

10. Regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung der Richtlinie

Whistleblowing-Gesetze und -Vorschriften entwickeln sich ständig weiter. Es ist wichtig, Ihre Richtlinie regelmäßig zu überprüfen und zu aktualisieren, um die fortlaufende Übereinstimmung mit der neuesten Gesetzgebung und Best Practices sicherzustellen. Staatliche Überprüfungen, wie die PIDA-Überprüfung von 2023, können Änderungen des Rahmens zur Folge haben.

Die Rolle von Whistleblowing-Software

Eine gut formulierte Richtlinie ist ein wesentlicher Ausgangspunkt für Transparenz, wird aber noch effektiver, wenn sie mit einer speziellen Whistleblowing-Software kombiniert wird. Lösungen wie SpeakUp bieten eine zusätzliche Sicherheitsebene und Anonymität für Mitarbeiter. Diese Plattformen optimieren den Meldeprozess und stellen sicher, dass Meldungen umgehend bearbeitet werden. Durch die Integration von Software in Ihre Richtlinie reduzieren Sie das Risiko übersehener Meldungen und erleichtern es den Mitarbeitern, sich angstfrei zu äußern. Zudem hilft diese Technologie Unternehmen dabei, konform zu bleiben, indem alle Berichte und Untersuchungen sicher dokumentiert werden – was bei Audits oder rechtlichen Prüfungen entscheidend ist.

Über die Richtlinie hinaus: Eine Speak-Up-Kultur fördern

Die Erstellung einer effektiven Whistleblowing-Richtlinie geht über die bloße Einhaltung von Gesetzen hinaus. Eine Organisation sollte auch Zeit investieren, um eine Speak-Up-Kultur aufzubauen. Fehlverhalten kann vorkommen, und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass dies auch weiterhin der Fall sein wird; entscheidend ist jedoch, Probleme schnell zu managen und zu adressieren, um Schäden zu minimieren.

Eine starke Speak-Up-Kultur fördert Vertrauen und Verantwortlichkeit. Sie befähigt Mitarbeiter, Bedenken zu äußern, und ermöglicht es Organisationen, Probleme zu lösen, bevor sie eskalieren.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Whistleblowing-Richtlinie im Vereinigten Königreich

Was ist eine Whistleblowing-Richtlinie?

Eine Whistleblowing-Richtlinie legt fest, wie eine Organisation mit Bedenken von Mitarbeitern bezüglich illegaler, unethischer oder unsicherer Praktiken innerhalb des Unternehmens umgeht. Sie stellt sicher, dass sich Mitarbeiter sicher fühlen, Fehlverhalten zu melden, ohne Repressalien befürchten zu müssen. Im Vereinigten Königreich wird der Schutz von Whistleblowern durch den Public Interest Disclosure Act 1998 (PIDA) geregelt.

Warum ist eine Whistleblowing-Richtlinie wichtig?

Sie ist entscheidend für die Förderung einer Kultur der Transparenz und Verantwortlichkeit. Sie hilft Organisationen, potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen und anzugehen, schützt das Unternehmen vor rechtlichen Risiken und stärkt das Vertrauen der Mitarbeiter. Zudem erfüllt sie britisches Recht, das den Schutz von Whistleblowern vorschreibt.

Können Sie ein Beispiel für eine Whistleblowing-Richtlinie geben?

Eine effektive Richtlinie könnte folgende Komponenten enthalten:

  • Eine klare Definition von Whistleblowing, abgegrenzt von persönlichen Beschwerden.
  • Schritte für Mitarbeiter zur Meldung von Bedenken (z. B. vertrauliche Telefonleitungen, Online-Tools oder direkter Kontakt zur Personalabteilung).
  • Ein Abschnitt über den Schutz vor Vergeltungsmaßnahmen und Vertraulichkeitsmaßnahmen.

Beispiel: Ein Mitarbeiter könnte finanzielle Misswirtschaft oder einen Verstoß gegen Sicherheitsvorschriften über ein vertrauliches System melden, mit der Gewissheit, dass seine Identität geschützt bleibt.

Was ist der Unterschied zwischen einer Whistleblowing-Richtlinie und einem Verfahren?

Eine Richtlinie (Policy) beschreibt die Verpflichtung der Organisation zu ethischen Praktiken und dem Schutz von Whistleblowern, während das Verfahren (Procedure) den Schritt-für-Schritt-Prozess vorgibt, wie Mitarbeiter Bedenken melden sollen – einschließlich der Kontaktpersonen und der nachfolgenden Maßnahmen.

Wie schützt eine Whistleblowing-Richtlinie die Mitarbeiter?

Im Vereinigten Königreich schützt PIDA Mitarbeiter, die Fehlverhalten in gutem Glauben melden. Eine robuste Richtlinie stellt sicher, dass betroffene Mitarbeiter keine Repressalien wie unrechtmäßige Kündigung, Degradierung oder Belästigung erfahren, und garantiert Vertraulichkeit sowie klare Meldekanäle.

Wie erstellt man eine Vorlage für eine Whistleblowing-Richtlinie?

Eine Vorlage sollte Folgendes beinhalten:

  1. Definition und Beispiele für meldepflichtige Vorfälle.
  2. Klare Meldekanäle, einschließlich anonymer Optionen.
  3. Vertraulichkeitsgarantien.
  4. Beschreibung des Untersuchungsprozesses mit Zeitplänen.
  5. Zusicherung des Schutzes vor Repressalien.
  6. Richtlinien zum Umgang mit bösartigen Meldungen.

Der Einsatz von Software wie SpeakUp kann diesen Prozess vereinfachen und eine effiziente Bearbeitung unter Wahrung der Vertraulichkeit gewährleisten.

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